5 Tage, 6 Etappen, über 130 Starterinnen, ein sehr abwechslungsreiches Profil und immer super Wetter mit um die 30 Grad, das war die Tour de l´Ardèche in Frankreich.
Wir starteten zu sechst mit dem österreichischen Nationalteam, wobei unsere Mannschaft im Laufe der Rundfahrt durch Stürze und Krankheit leider ein bisschen dezimiert wurde.
Nach einer fast flachen Etappe am Dienstag gings am Mittwoch mit einem 9 km Einzelzeitfahren und einer 100 km „Halb“-Etappe am Nachmittag weiter. Beim EZ lief es für meine Zeitfahrqualitäten noch ganz gut und ich war motiviert für die erste schwere Etappe mit 2 Bergwertungen der 2. und einer der 1. Kategorie. Leider machte mir die heuer eher ungewohnte Hitze ein bisschen zu schaffen und ich musste bei der 2. Bergwertung die erste Gruppe fahren lassen. Die abgerissenen Fahrerinnen sammelten sich in einer 2. größeren Gruppe, die aber nicht mehr wirklich rollte und so beendeten wir die Etappe mit einem deutlichen Rückstand auf die Siegerin.
Die 4. Etappe war dann die richtige Bergetappe. Schon vom Start weg ging es leicht bergauf, bis dann nach 30 km die erste Bergwertung der 1. Kategorie kam. Cervélo und das amerikanische Nationalteam hielten das Tempo hoch und das Feld bröckelte immer mehr auseinander, bis sich vorne einige Fahrerinnen absetzen konnten, die den Sieg dann unter sich ausmachten. Ähnlich wie schon bei der 3. Etappe rollten die hinteren Fahrerinnen zu einer größeren Gruppe zusammen und es war vorauszusehen, dass wir wieder einiges an Zeit einbüßen würden, also entschloss ich mich mit meiner Teamkollegin Berni Schober am nächsten Berg wegzufahren. Eine Ukrainerin und eine Holländerin folgten uns und wir beendeten die Etappe zu viert. Es lief bei mir zwar wieder nicht ganz nach Plan, aber ich merkte, dass es mir doch deutlich besser ging als am Vortag.
Auf der vorletzten Etappe machte der starke Wind das Rennen zusätzlich schwer. Ich hatte diesmal am Berg aber keine Probleme mehr mit den ersten Fahrerinnen mitzufahren und der leicht bergauf führende Zielsprint kam mir entgegen. Ich beendete das Rennen als 13. und konnte damit meine gute Form endlich unter Beweis stellen.
Die letzte Etappe schaute vom Profil her recht harmlos aus. Die 14 km-Runde führte aber über einen steilen 1,5 km langen Berg und sehr schmale Straßen. Wir fuhren die Runde 6 Mal. Ich beendete die Etappe als gute 23., gesamt wurde ich 30.
Jetzt werde ich die nächsten paar Tage ein bisschen lockerer angehen, bevor am Samstag im Burgenland die österreichischen Zeitfahrstaatsmeisterschaften auf dem Programm stehen.
Quelle: www.daniela-pintarelli.at
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